Das Papiertheater

Bildquelle: historisches museum frankfurt

Geschichte des Papiertheaters

Papiertheater sind Miniaturbühnen, die in Ausstattung, Bühnentechnik und Repertoire eng am großen zeitgenössischen Theater der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts orientierten.1

In bürgerlichen Haushalten jener Zeit, gehörte ein Papiertheater zum Standard. Die ganze Familie baute, entwickelte schnitt Figuren aus. Anschließend wurde im Wohnzimmer vor Freunden und Bekannten das Ergebnis präsentiert. Die Akteure brachten das klassische Sprechtheater (Schiller, Goethe, Heinrich Kleist) Lustspiele (Johann Nestroy, August von Kotzebue) und Opern (Zauberflöte, Freischütz) auf die kleine Bühne.2  Die Erfindung der Lithographie ließen sich Papierbögen preiswert bedrucken und verschaffte dem Papiertheater zu großer Beliebtheit.

Nach den beiden großen Weltkriegen geriet das Papiertheater in Vergessenheit. Gegen die „neuen Medien“ Radio, Fernsehen und Computer hatten die Miniaturbühnen keine Chance.

Doch Sammler und eine kleine Szene von Spielern halten das Papiertheater am Leben. Auf Festivals, zum Beispiel in Preetz bei Kiel trefft sich die Szene, tauscht sich aus und zeigt einem interessierten Publikum ihre Ergebnisse.

Das Forum Papiertheater bietet allen Freunden und Freundinnen eine Plattform um sich auszutauschen, die Theaterform kennen zu lerne.

ANMERKUNGEN

1 vgl. Walter Röhler: Große Liebe zu kleinen Theatern. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Papiertheaters. Hamburg 1963, S. 7

2siehe auch „Hanauer Papiertheater Museum“, Herausgegeber: Magistrat der Stadt Hanau- Kulturamt  Museum Hanau, Schloss Phillippsruhe, Hanau 1992, Seite 6 -20