Mose
Im Rahmen des Evangelischen Religionsunterrichts hat die 4. Klasse der Erich Kästner Schule, die Mose-Erzählung aus dem Alten Testament für das Papiertheater bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten die Szenenbilder. Sie malten die Figuren und schnitten sie aus. Das Stück entstand im ersten Halbjahr 2010.
Die Texte stammen von Irmgard Weth aus der: "Neukirchener Kinder-Bibel" (2. Auflage 1989), Kalenderverlag des Erziehungsvereins, Neukirchen-Vluyn.
Sklaven in Ägypten
Der Pharao ärgerte sich über das fremde Volk.
Und er sagte zu den Ägyptern:
"Was wollen die Fremden
in unserem Land?
Es sind schon so viele.
Wer weiß?
Bald gibt es mehr Israeliten
als Ägypter im Land!
Dann werden sie eines Tages
gegen uns kämpfen.
Aber soweit darf es nicht kommen.
Wir werden sie unterdrücken
und Sklaven aus ihnen machen.
Dann müssen wir uns nicht mehr
vor ihnen fürchten."
Und er gab den Befehl:
"Alle Israeliten
sollen für mich arbeiten!
Meine Sklaven sollen sie werden!"
Das war eine schlimme Nachricht Ja, ganze Städte mussten sie
für die Israeliten. für den König errichten.
Von nun an mussten sie jeden Tag Und der König setzte Ägypter
schwer arbeiten, als Aufseher ein,
vom frühen Morgen an die trieben die Israeliten
bis zum späten Abend. mit der Peitsche an.
Ziegelsteine mussten sie Und wenn die Israeliten müde wurden
aus Lehm formen. und mit der Arbeit aufhörten,
Häuser mussten sie bauen. schlugen die Aufseher auf sie ein
ohne Mitleid.
Sie ging zum Ufer des Nils
Sie ging zum Ufer des Nil,
holte sich das Schilfgras
und flocht daraus ein Kästchen.
Das verschmierte sie außen mit Pech,
so dass kein Wasser eindringen konnte.
Dann legte sie ihr Kind in das Kästchen,
trug es heimlich zum Fluss
und versteckte es am Ufer
zwischen dem Schilfgras.
Allein
Da lag nun das Kind
in seinem Kästchen auf dem Nil,
mutterseelenallein.
Rettung
Die Tochter des Pharao
kam mit ihren Dienerinnen zum Baden.
Die Tochter des gefürchteten Königs!
Sie kam geradewegs auf das Wasser zu.
"Seht, was dort schwimmt!
Ein geflochtenes Kästchen!
Holt es schnell aus dem Wasser!
Ich will wissen, was darin versteckt ist."
Da holte eine Dienerin
das Kästchen aus dem Wasser
und brachte es der Königstochter.
Die nahm das Kästchen,
öffnete es und schaute hinein.
Da sah sie das Kind.
Es weinte und blickte zu ihr hoch.
"Das arme Kind!"
rief die Königstochter voll Mitleid.
Mord
Eines Tages, als Mose schon groß war,
verließ er den Königspalast
und suchte die Israeliten auf.
Aber wie erschrak er,
als er sie arbeiten sah!
Sie plagten sich ab.
Sie keuchten und stöhnten.
Auf einmal hörte Mose
einen furchtbaren Schrei.
Da sah er einen Aufseher,
der auf einen Israeliten einschlug.
Mose packte der Zorn.
War denn hier keiner,
der dem Ägypter wehrte?
Nein, keiner!
Alle machten sich aus dem Staub,
als sie den Aufseher sahen.
"Dann muss ich es tun!"
sagte sich Mose zornig.
Und schon stürzte er sich
auf den Ägypter und schlug wild auf ihn ein,
bis er tot war.
Mose in Midian
Da kamen sieben Mädchen
mit Schafen zum Brunnen.
Sie schöpften Wasser
und gossen es in den Trog
für die Schafe.
Aber plötzlich kamen Hirten daher,
die stießen die Mädchen zur Seite
und schrien: "Weg da!
Jetzt wollen wir schöpfen!"
Als Mose das sah, sprang er auf,
stellte sich vor die Mädchen hin
und rief zornig:
"Lasst sie in Frieden!
Sie waren zuerst da."
Schnell griff er zu
und half den Mädchen beim Schöpfen,
bis alle Schafe genug hatten.
Verliebt
Da brachten die Mädchen
Mose zu ihrem Vater ins Zelt.
Und Mose blieb bei ihm
und wurde Hirte.
Als Dank gab ihm Reguel
seine Tochter Zippora zur Frau.
Mose bekommt einen Auftrag
Einmal kam Mose mit seinen Schafen
bis nahe an den Berg Sinai.
Da sah er einen Dornstrauch,
der lichterloh brannte.
"Wie ist das nur möglich?"
fragte sich Mose erstaunt.
"Der Strauch brennt
und verbrennt doch nicht.
Ich will einmal hingehen und sehen,
warum er nicht verbrennt."
Aber plötzlich hörte Mose
eine Stimme aus dem Feuer:
"Mose! Mose!"
"Hier bin ich!"
antwortete Mose erschrocken.
"Zieh deine Schuhe aus!
Du stehst auf heiligem Land.
Denn ICH bin hier,
der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Mose! Geh zurück nach Ägypten! und aus Ägypten führen
Geh zu Pharao und sage ihm: Ich will sie nach Hause bringen,
Lass mein Volk frei! in das Land,
Denn ich habe gesehen wo Milch und Honig fließt.
wie sie leiden. So geh nun hin!
Ich habe ihre Klage gehört. Du sollst das Volk
Ich will sie retten aus Ägypten führen."
Durch das Rote Meer
Was sollten sie tun?
Vor ihnen lag das Meer.
Und hinter ihnen die Ägypter.
Da liefen sie zu Mose und schrien:
"Du bist an allem schuld!
Warum hast du uns aus Ägypten geführt?
Nun sitzen wir in der Falle."
Aber Mose rief:
"Habt keine Angst!
Gott wird uns helfen.
Wartet nur ab!"
Und er ging an das Meer
und streckte seine Hand
über dem Wasser aus.
Da kam ein starker Wind auf.
Ein Weg tat sich vor ihnen auf -
mitten im Meer! Männer, Frauen und Kinder.
Mose ging hinein in das Meer Auf trockenem Weg zogen
und alle Israeliten folgten ihm, sie durch das Meer bis ans andere Ufer.
Die Katastrophe
Als die Ägypter endlich ans Meer kamen,
war es schon tiefe Nacht.
Die Israeliten waren nicht mehr zu sehen.
"Vorwärts!", schrie der König.
"Wir holen sie noch ein."
Da spornten die Ägypter ihre Pferde an
und fuhren mit ihren Wagen ins Meer.
Aber in der Dunkelheit konnten sie
den Weg kaum erkennen.
Ihre schweren Wagen
blieben im Schlamm stecken.
Plötzlich überfiel die Ägypter
schreckliche Angst.